Ich habe die Eigenschaft – ob positiv oder herausfordernd kommt auf die Betrachtungsweise an – mir immer wieder große Projekte vorzunehmen. In dem Moment, wo ich damit starte, habe ich keine Ahnung, was auf mich zukommen wird.
Und das ist gut so.


So richtig große Schritte sind vielen von uns wohl momentan gar nicht möglich. Dabei könnte man schon in eine Art Starre verfallen, ein Gefühl, dass gar nichts mehr geht. Doch irgendwas geht immer. Ein kleiner Schritt, eine innere Ausrichtung, ein Wunsch oder eine gute Absicht. Allein das bringt schon die Lebensgeister zurück.


So oft ist dieser Tage die Rede davon, dass wir endlich wieder zur Normalität zurückkommen wollen. In das Leben „vor Corona“. Diese Zeitrechnung wird uns wohl innerlich und äußerlich bleiben… was war vor Corona und was wird nachher sein.


Viele von uns sind im Moment sehr eingeschränkt in unseren äußeren Handlungen. Wir können bei weiten nicht allen äußeren Geschäften nachgehen, die wir gewöhnt sind. Damit ist nicht nur das Einkaufen gemeint. Auch die Freizeitbeschäftigung, die Veranstaltungen... alles was wir so gewohnt waren und - im Rückblick natürlich - in der Selbstverständlichkeit viel zu wenig geschätzt haben.


Die grausamsten und intensivsten Konflikte spielen sich in meinem Kopf ab. Unendliche Stunden argumentiere ich und bin beleidigt über die Antworten, die ich bekomme. Ähm, die Antworten? Die gebe ich mir ja selber.


In letzter Zeit ist in so manchen Netzwerken viel von Revolution die Rede. Die Verhältnisse müssen sich ändern, alte Strukturen brechen, Macht zurückgenommen, Freiheit wieder hergestellt werden u.v.m. Die Revolution soll endlich alles ablösen, was uns einschränkt und belastet.


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