Weiterentwicklung

Ich habe gerade im Zug ein sehr angeregte Diskussion zwischen Großmutter und Enkeltochter mitgehört, bei der es um die Vererbbarkeit von Intelligenz gegangen ist. Die Großmutter ist überzeugt, dass Intelligenz und Fähigkeiten in den Genen liegen und daher Kinder aus gebildeten Familien auch eher Bildung erreichen werden.

Die Enkeltochter ist überzeugt, dass Intelligenz an der Erziehung und den sozialen Möglichkeiten liegt. Kinder aus sozial schwächeren Familien hätten daher weniger Chance auf Bildung – nicht weil sie es nicht schaffen könnten, sondern weil die Wege dahin nicht gleichermaßen offen sind.
Eine Einigung dazu ist zwischen Großmutter und Enkeltochter noch in weiter Ferne. Am schönsten ist eigentlich ohnehin, dass die beiden so intensiv miteinander diskutieren.
Ein Zusatz dazu aus der Wissenschaft: Das Gehirn entwickelt sich immer weiter und hört nie zu lernen auf. Selbst Gene verändern sich im Verlauf eines Lebens. Was wir sind, wer wir werden können und welche Fähigkeiten wir entwickeln werden, liegt daher nicht an unseren Ausgangsbedingungen. Wir können immer etwas daraus machen.
Und das halte ich für eine positive und optimistische Sicht, die Menschen fördern kann. Daher werde ich meines dazu tun, um diese Sichtweise auch weiter zu verbreiten.

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